Zum Inhalt springen
SebastianERB.
StartBlogRaceday
SebastianERB.

CTO by day. Athlete by dawn. Tech & Sports. Development, Cloud, AI, Sport-Gadgets, Running, Triathlon, Bikes, Crossfit und Wettkämpfe.

© 2026 Sebastian Erb · sbstnerb.de · Built with ❤️ · Drupal 11
DatenschutzImpressum
21.3
Laufen · Halbmarathon

WACHAU HALBMARATHON2026

Comeback in Zone 2, 14 Wochen nach der Leisten-OP

Spitz, Österreich · 13. September 2026

1:49:08
Gesamt-Zeit
929
Gesamtrang
4.344
Starter
Top 22%
Gesamtfeld
201
AK M40 / 541
Ergebnisliste
Inhalt · 6 Abschnitte
  • Comeback
  • Drei Tage Wachau
  • Race Day
  • In Zahlen
  • Nach dem Rennen
  • Wissenswertes

Zurück an der Startlinie

Im Juni lag ich noch auf dem OP-Tisch: Leistenbruch. Und ich sag's ehrlich: Die ersten Wochen danach waren alles andere als cool. Erst im August konnte ich mich halbwegs aus der Verletzungspause zurückmelden. Vierzehn Wochen nach der OP stand ich dann tatsächlich wieder an einer Startlinie. Und dafür bin ich echt dankbar.

Der Plan für die Wachau war deshalb bewusst unspektakulär: moderates Tempo, Zone 2, unverletzt ankommen. Keine Bestzeit-Ambitionen, kein Starren auf die Uhr. Wenn das klappt, dürfen vorsichtig wieder neue Ziele her.

Drei Tage Wachau

Brooks hatte zum Wachau Marathon eingeladen, und das Wochenende war deutlich mehr als nur ein Halbmarathon. Freitag ging's mit dem Flieger nach Wien und weiter nach Krems, abends stand direkt das offizielle Opening-Event an. Zwischen Sponsoren und Orga haben wir uns kurz wie Elite gefühlt. Waren wir natürlich nicht. 😅

Samstag dann Räder statt Laufschuhe: knapp 40 Kilometer mit dem E-Bike durch die Weinberge. Den Motor hatte ich übrigens aus. Ehrenwort. Strava sieht das bis heute anders. Zum Mittag gab's Pizza, mit einer Schere statt Messer. Die hätte auch furchtbar schmecken dürfen, ich hätte sie trotzdem gegessen. Nur wegen der Schere.

Am Nachmittag kam die Überraschung, für die wir nur Wechselkleidung einpacken sollten: Zillern auf der Donau. Eine Zille ist ein flaches Holzboot, mit dem früher der Wein flussabwärts ging. Gesteuert wird im Stehen. Kein Rudern! Bitte nie Rudern sagen. Nass geworden ist am Ende trotzdem keiner. Danach noch Startnummer auf der Messe abholen, das Pflichtfoto vor dem Zielbogen, und abends ein doppelter Burger. Aus Carboloading-Sicht fragwürdig. Für mein eigentliches Ziel (maximaler Spaß) genau richtig.

Wachau Halbmarathon 2026

Pflichttermin am Vortag: das Startnummernfoto vor dem Zielbogen.

Race Day: von Spitz nach Krems

Sonntag, 10 Uhr, Start in Spitz, den neuen Hyperion Max 4 an den Füßen. Von dort geht's 21,1 Kilometer die Donau entlang bis nach Krems. Eigentlich wollten wir als Gruppe zusammen ganz entspannt laufen, angepeilt waren rund 5:45 min/km. Das hat ungefähr bis zum ersten Kilometer funktioniert. 🙈 Die Gruppe hat sich schnell in zwei Grüppchen aufgeteilt, und ich war irgendwie bei denen mit den überraschend guten Beinen.

Die Strecke ist aber auch mega schnell. Unsere Theorie: Mit der Strömung der Donau muss es ja irgendwie bergab gehen. Meine Uhr sagt dazu: Start auf 202 Metern, Ziel auf 200 Metern. Zwei Meter Gefälle auf 21 Kilometern. 😄 Der echte Grund ist eher: flach, kaum Kurven und eine Aussicht, die dich ablenkt. Weinberge auf der einen Seite, die Donau auf der anderen, und irgendwann taucht der blaue Turm vom Stift Dürnstein auf. Dazu Verpflegungsstationen ohne Ende.

Rausgekommen sind 5:10 min/km im Schnitt. Und trotzdem war das ein entspannter Lauf. Plan also erfüllt, nur eben schneller. Wir haben getanzt, gesungen, viel gequatscht. Die ersten zehn Kilometer liefen in 5:16er-Schnitt, der Rest in 5:02, ohne dass es sich nach Arbeit angefühlt hat.

Bis kurz vor Schluss. In der Brooks-Cheeringzone haben wir uns dann ein bisschen mitreißen lassen: letzter Kilometer in 4:32. Ups. 🙈 Laut Ergebnisliste lag ich bei Kilometer 7,5 auf Platz 1.190, im Ziel auf Platz 929. 261 Plätze gutgemacht, und auf den letzten 2,2 Kilometern waren im ganzen Feld nur 698 Leute schneller als ich. Ganz so Zone 2 war das am Ende vielleicht doch nicht.

Die Leiste hat gehalten!

Sebastian

Mein Rennen in Zahlen

  • Nettozeit: 1:49:08 (5:10 min/km)
  • Gesamt: Platz 929 von 4.344
  • Männer: Platz 803 von 2.611
  • Altersklasse M40: Platz 201 von 541
  • Platzierungsverlauf: km 7,5 Platz 1.190, km 12,3 Platz 1.067, km 17,5 Platz 984, Ziel 929
  • M40-Verlauf: Platz 234 bei km 7,5, Platz 201 im Ziel
  • Letzte 2,2 km: Abschnittsplatz 699, mein stärkster Abschnitt
  • Höhenmeter laut Uhr: 37
  • Schnellster Kilometer: der letzte, 4:32 min 🙈

Quellen: Ergebnisliste TIME2WIN, Strava

Nach dem Rennen

Nach dem Zieleinlauf ging's in den VIP-Bereich: Mittagessen, Beine hochlegen und noch ein paar Brooks-Shirts in die Menge schießen. Danach zurück nach Wien. Montagmorgen noch ein kurzer Earlybird-Run, knapp sieben Kilometer durch die Innenstadt, obwohl sich die Beine eigentlich schon abgemeldet hatten. Ein Kaffee, ab nach Hause.

Danke, Brooks, für dieses Wochenende. Ich liebe einfach alles an unseren Events. Und die Leiste ist wieder im Spiel. 💙

Bleibt nur eine Frage offen: Zählt ein Burger am Vorabend als halbes Carboloading? Ich sag: ja.

Wachau Halbmarathon 2026
⤢
Wachau Halbmarathon 2026
⤢
Wachau Halbmarathon 2026
⤢
Wachau Halbmarathon 2026
⤢
Wachau Halbmarathon 2026
⤢
Wachau Halbmarathon 2026
⤢
Wachau Halbmarathon 2026
⤢
Wachau Halbmarathon 2026
⤢

Wissenswertes zum Wachau Marathon 2026

  • Der Halbmarathon startet in Spitz an der Donau und endet in Krems. Die Strecke führt durch die Wachau, seit 2000 UNESCO-Welterbe.
  • Flach, mit leichtem Gefälle: Die Strecke gilt als eine der schnellsten Halbmarathonstrecken Österreichs.
  • Nathan Kipkoech (Kenia) gewann 2026 in 1:00:41. Auf den ersten Kilometern lag die Spitze noch auf Rekordkurs.
  • Christine Njoki (Kenia) siegte bei den Frauen in 1:08:17. Neuer Streckenrekord, der alte (1:08:33) war erst ein Jahr alt.
  • Für Kenia war es der 21. Sieg beim 26. Wachau-Halbmarathon.
  • Im Halbmarathon kamen 4.344 Läuferinnen und Läufer ins Ziel, über alle Bewerbe waren rund 8.200 Sportlerinnen und Sportler am Start.
  • Weil die Mauterner Brücke gesperrt war, führte die Strecke 2026 auf rund zwei Kilometern über die B3 statt durch die Kremser Altstadt.

Quellen: noe.orf.at, wachaumarathon.com, time2win.at

Tags
WachauÖsterreichHalbmarathon21kmRacedayLaufen