Berlin, die Dritte
September 2023, wieder Berlin. Nach 2018 und 2021 war es mein dritter Start beim Berlin-Marathon. Berlin und ich, wir zwei hatten noch eine Rechnung offen. 2018 war hier mein allererster Marathon, damals in 3:42:21, nach einer 16-wöchigen Vorbereitung, konsequent durchgezogen.
Diesmal mit einem kleinen Schönheitsfehler: Marathon ohne Vorbereitung. 🙈 Dass ich starte, hab ich erst fünf Wochen vorher erfahren. Also hab ich einfach mein ganz normales Training weitergemacht. Für Bestzeiten war ich damit absolut nicht vorbereitet, für ein Finish sollte es reichen. Gelaufen bin ich für das Run Happy Team.
Am Tag vorher: Startunterlagen holen, das Run Happy Team treffen, zusammen essen gehen. Und Bock hatte ich. Sehr viel Bock.

Startnummer 18137 abgeholt, hinten ein Rosinenbomber.
Bis Kilometer 35 im Plan
Die erste Hälfte lief richtig gut, laut Uhr fast jeder Kilometer zwischen 5:00 und 5:15. Halbmarathon nach 1:49:01. Auch danach hielt das Tempo noch eine Weile: Die offiziellen 5-km-Abschnitte bis Kilometer 35 lagen alle zwischen 5:06 und 5:20 pro Kilometer. Bis dahin war das echt konstant und gar nicht anstrengend.
Und dann kam er, pünktlich bei Kilometer 35: der Mann mit dem Hammer. Ohne Vorbereitung war das aber auch zu erwarten. Von Kilometer 35 bis 40 waren es nur noch 5:34 pro Kilometer, auf den letzten gut zwei Kilometern 5:43. Die zweite Hälfte dauerte 1:53:37, gut viereinhalb Minuten länger als die erste.

Unter den „You are a Berlin Legend“-Bannern.
Pünktlich bei km 35 kam der Mann mit dem Hammer 😅
Sebastian

Die Medaille ist meine.
Trotzdem happy
Offiziell standen 3:42:38 Stunden. Damit war ich fast auf die Sekunde genau so schnell wie 2018 bei meinem ersten Marathon, nur 17 Sekunden langsamer. Nur diesmal eben ohne Vorbereitung. Umso mehr hab ich mich über die Zeit gefreut. Platz 13.480 von 43.046, bei den Männern Platz 11.112 und in der M40 Platz 2.097. Ein geiles Race. 🎉
Den Rest des Tages war ich dann vor allem mit Leiden beschäftigt. 😅 Berlin, du bist was Besonderes. Immer wieder.


Mein Rennen in Zahlen
- Nettozeit: 3:42:38 (5:17 min/km)
- Bruttozeit: 3:55:47
- Halbmarathon: 1:49:01, zweite Hälfte 1:53:37
- Kilometer 35 bis 40: 5:34 min/km
- Gesamt: Platz 13.480 von 43.046
- Männer: Platz 11.112 von 28.609
- Altersklasse M40: Platz 2.097 von 4.715
- Zum Vergleich 2018: 3:42:21, nach 16 Wochen Vorbereitung
- Vorlauf 2023: 5 Wochen, normales Training
Quellen: Ergebnisliste mika:timing, Urkunde, Strava
Wissenswertes zum Berlin-Marathon 2023
- 2023 war die 49. Auflage des Berlin-Marathons, mit fast 48.000 Läuferinnen und Läufern aus 156 Ländern.
- Tigst Assefa aus Äthiopien lief mit 2:11:53 Stunden Weltrekord und war damit mehr als zwei Minuten schneller als der alte Rekord von 2:14:04.
- Eliud Kipchoge gewann in 2:02:42 Stunden, sein fünfter Sieg in Berlin und damit Rekord.
- Acht Frauen blieben unter 2:20 Stunden, so viele wie nie zuvor in einem Rennen. Neun Männer liefen unter 2:05.
- Zum ersten Mal in der Geschichte des Berlin-Marathons war eine Frau auf der Finisher-Medaille abgebildet.
- Auch im Rollstuhlrennen fiel ein Weltrekord: Catherine Debrunner gewann in 1:34:16 Stunden.
Quellen: Wikipedia, mika:timing
