Erst Mitteldistanz, dann Olympisch
Die Reihenfolge war bei mir etwas verdreht: Anfang Juni beim Maxdorfer Triathlon meine erste Mitteldistanz, sechs Wochen später in Ladenburg meine erste Olympische Distanz. Bis dahin standen nur zwei kürzere Triathlons auf meiner Liste, Schifferstadt und Merzig 2017.
Und der RömerMan hatte 2019 Jubiläum: 25. Auflage. 1,5 Kilometer im Neckar, 41 Kilometer durch den Odenwald und 10 Kilometer Laufen. Start kurz nach 14 Uhr, bei mehr als 30 Grad.
Swim, Bike, Run
Schwimmen: 30:47 im Neckar. Für meine Verhältnisse ordentlich, auch wenn das im Feld nur Schwimmzeit Nummer 302 von 464 war. 🙈 Auch die Wechsel liefen verhältnismäßig gut.
Rad: Flach ist anders. Laut Uhr gut 41 Kilometer und rund 930 Höhenmeter, stellenweise mit bis zu 19 Prozent Steigung. Der Großteil steckt im Anstieg von Dossenheim hoch Richtung Weißer Stein: 3,9 Kilometer mit 382 Höhenmetern in 23:29. Danach über Wilhelmsfeld und Ursenbach zurück an die Bergstraße, mein schnellster 5er-Abschnitt bergab lag bei 6:25 Minuten, knapp 47 km/h im Schnitt. Offiziell 1:40:59, Radzeit Nummer 271. Die Steigungen und die Hitze haben mir ganz schön zu schaffen gemacht: Bei meiner ersten Mitteldistanz sechs Wochen vorher bin ich auf der doppelten Strecke einen deutlich besseren Schnitt gefahren.
Laufen: Zwei Runden à 5 Kilometer, laut Uhr zwischen 28 und 33 Grad. Und genau hier war ich mit mir nicht zufrieden. Ich habe wohl zu viel getrunken, der Bauch war voll und beim Loslaufen gab's erst mal Seitenstechen. Die Kilometer lagen laut Uhr zwischen 4:58 und 5:39. Bei Kilometer 9 ist dann auch noch die Uhr kurz abgestürzt, deshalb fehlen in der Aufzeichnung ein paar hundert Meter. 🙈 Offiziell 51:53 für die 10 Kilometer.
Gute Tage, schlechte Tage
Nach 3:11:43 war ich im Ziel. Platz 230 von 464, in meiner Altersklasse Platz 24 von 49. Ein wirklich schöner, aber auch sehr anspruchsvoller Wettkampf. Mit dem Ergebnis war ich in Summe nicht ganz zufrieden. Aber so ist das: Es gibt gute Tage und es gibt schlechte Tage im Sport. Wichtig ist: keine Ausreden suchen, draus lernen und weitermachen.
Das Kuriose: Ausgerechnet der Lauf, mit dem ich unzufrieden war, war im Vergleich meine stärkste Disziplin. Laufzeit Nummer 143, deutlich weiter vorne als Schwimmen und Rad. Erste Olympische Distanz: gefinisht. Und Luft nach oben gibt's auch noch. 😅
Am Sonntag gab's dann Beine hoch und Pizza. Darf auch mal sein. Denn am Sonntag darauf stand direkt der nächste Wettkampf an: der HeidelbergMan, angeblich die härteste Kurzdistanz in Deutschland.